Es schreit wie am Spieß, obwohl Mama arbeiten möchte, spuckt geschickt am Spucktuch vorbei auf die frischen Klamotten, besabbert den gerade angezogenen Pullover, hat dann die Windel voll (und den Body gleich mit), schreit wieder, diesmal hysterisch, windet sich, lässt sich nicht beruhigen, so lange, bis Mama leicht genervt ist und nicht mehr weiter weiß - und dann sinkt auf einmal das Köpfchen erschöpft an Mamas Schulter, die einhändig etwas in den Computer tippt, der Atem wird ruhig, das Kind schläft vertrauensvoll ein.
Und schon ist es wieder da, dieses Gefühl - pure Liebe.
Freitag, 21. September 2012
Mittwoch, 19. September 2012
Zum Weiterlesen
Auch wenn man sich tagsüber "nur" um das Baby kümmern muss, hat man doch immer zu wenig Zeit. Wenn dann noch fiese Erkrankungen dazukommen, die einen komplett aus dem Verkehr ziehen - in diesem Fall fast eine Woche lang -, dann ist man erst mal damit beschäftigt, praktische Dinge aufzuarbeiten: Rechnungen, E-Mails von ungeduldigen Kunden etc.
Darum gibt es heute mal zwei Blogtipps von mir, mit denen man sich lohnend die Zeit vertreiben kann, bis ich mal wieder in der Spur bin. Beide Blogs werden von einer Schulfreundin betreut, die zum einen viel fleißiger ist als ich und zum anderen viel schöner schreiben kann.
Da ist zum einen BerlinMitteMom - ein Blog mit Gedanken aus dem Leben einer schreibenden Mutter mit drei Kindern in Berlin. Macht mir immer wieder Spaß beim Lesen, weil ich mich bei vielen Sachen so gut verstanden fühle. Ernste Themen, heitere Geschichten, Buchtipps ... alles dabei!
Und für die, die genug von Kindern haben: Poems for a Lifetime. Jeden Tag ein neues Gedicht, liebevoll kommentiert.
Viel Spaß beim Lesen!
Darum gibt es heute mal zwei Blogtipps von mir, mit denen man sich lohnend die Zeit vertreiben kann, bis ich mal wieder in der Spur bin. Beide Blogs werden von einer Schulfreundin betreut, die zum einen viel fleißiger ist als ich und zum anderen viel schöner schreiben kann.
Da ist zum einen BerlinMitteMom - ein Blog mit Gedanken aus dem Leben einer schreibenden Mutter mit drei Kindern in Berlin. Macht mir immer wieder Spaß beim Lesen, weil ich mich bei vielen Sachen so gut verstanden fühle. Ernste Themen, heitere Geschichten, Buchtipps ... alles dabei!
Und für die, die genug von Kindern haben: Poems for a Lifetime. Jeden Tag ein neues Gedicht, liebevoll kommentiert.
Viel Spaß beim Lesen!
Mittwoch, 29. August 2012
Dumme Väter?
Gerade für einen gestillten Säugling gibt es wahrscheinlich nichts Wichtigeres auf der Welt als Mama. Das liegt einfach daran, dass Mama das wichtigste Bedürfnis des Kleinen befriedigt: Essen. Und da auch heutzutage noch in den meisten Fällen immer die Mutter diejenige ist, die eine Auszeit vom Job nimmt, erst einmal zu Hause bleibt und sich hauptsächlich um den kleinen Schreihals und seine Bedürfnisse kümmert, ist es fast unvermeidlich, dass sie zumindest am Anfang die wichtigere Bezugsperson für dieses kleine Wesen ist, durch den alltäglichen Umgang schneller Routine entwickelt - und sich gegen jede Form der Einmischung und Kritik wehrt.
Das heißt aber nicht, dass Väter nicht auch wissen, was dem Baby guttut. Und auch wenn Papa einige Dinge anders macht als Mama, heißt das nicht, dass das falsch sein muss. Beispiel Windelwechsel und Umziehen: Mama wechselt im Laufe des Babylebens - zumindest am Anfang und unter oben genannten Voraussetzungen - sicherlich mehr Windeln als Papa. Das läuft immer nach demselben Schema ab: Windel aus, Popo mit Feuchttüchern vorreinigen, mit ein wenig Öl die Reste entfernen, bei Bedarf Wundschutzcreme drauf, Windel an, fertig. Soweit kein Problem!
Dann kommt Papa, übernimmt den Windelwechsel, damit Mama mal Ruhe hat - und sie steht daneben und kommentiert. Nun gibt es natürlich zwei Sorten Kommentar. Da ist der konstruktive Kommentar: Man gibt dem Papa ein paar Tipps, um ihm die Arbeit zu erleichtern - Dinge, die man selbst erst im Laufe der Zeit sich angeeignet hat. Schließlich ist noch kein Wickelmeister vom Himmel gefallen. Und dann gibt's das Mosern. Papa lässt beispielsweise die Feuchttücher weg und nimmt dafür mehr Öl. Oder er cremt den kleinen Popo schon beim kleinsten Anflug von Röte ein, bei dem Mama noch nicht mal mit der Wimper zuckt. Oder, oder, oder ... Dem Kind schadet's normalerweise nicht, es fühlt sich pudelwohl, aber Mamas Mosern verunsichert den Papa total. Und wenn Mama viel Pech hat, führt das Ganze irgendwann bei Papa zur Verweigerungshaltung.
Wichtige Erkenntnis: Bloß weil Papa es anders macht, macht er es nicht zwangsläufig falsch - auch wenn Mama das oft denkt. Ich neige zugegebenermaßen auch dazu - und hinterher tut es mir leid. Daher hier mal eine ganz offizielle Entschuldigung; Unser Würmchen hat einen tollen Papa, der sich super um den Kleinen kümmert! Es tut mir leid, wenn ich immer den Klugscheißer raushängen lasse!
Das zum familiären Alltag. Aber es gibt nicht nur den, sondern auch noch - Familienzeitschriften. Sicherlich zollen auch diese Familienzeitschriften den oben genannten Tatsachen, die die Mama zur wichtigsten Bezugsperson machen, Tribut. Und sicherlich sind sie nicht alle gleich - ich spreche nur von einer nicht repräsentativen Auswahl von kostenlosen Zeitschriften, Freiexemplaren etc. Eine wissenschaftlich fundierte Inhaltsanalyse habe ich auch nicht vorgenommen. Hier also nur mein subjektiver Eindruck: Die meisten Artikel - inklusive Bilder - zielen auf Mütter ab. Immer wieder wird davon gesprochen, was Mama fürs Baby tun kann (z. B. den ersten Brei kochen - dabei ist nicht nur bei uns Papa der bessere Koch und wird wohl kaum an Karottenbrei scheitern!). Und die Väter? Die kommen selten zu Wort: Ab und zu darf ein Vater mal einen Kommentar abgeben oder eine Kolumne schreiben. In den Kolumnen wird oft darauf abgezielt, was der Papa alles falsch gemacht hat oder falsch macht, sodass Mama heldenhaft einschreiten muss, um Baby und Familienfrieden zu retten. Man stelle sich das mal andersherum vor. Gibt es so was? Und gibt es - so wie es neben den Familienzeitschriften auch spezielle Mama-Zeitschriften gibt - Zeitschriften speziell für Väter?
Liebe Väter, lasst euch nicht verunsichern! Ihr seid genauso wichtig für euer Kind wie seine Mutter! Und ihr könnt genauso viel (außer Stillen, aber das ist definitiv nicht euer Fehler)!
Das heißt aber nicht, dass Väter nicht auch wissen, was dem Baby guttut. Und auch wenn Papa einige Dinge anders macht als Mama, heißt das nicht, dass das falsch sein muss. Beispiel Windelwechsel und Umziehen: Mama wechselt im Laufe des Babylebens - zumindest am Anfang und unter oben genannten Voraussetzungen - sicherlich mehr Windeln als Papa. Das läuft immer nach demselben Schema ab: Windel aus, Popo mit Feuchttüchern vorreinigen, mit ein wenig Öl die Reste entfernen, bei Bedarf Wundschutzcreme drauf, Windel an, fertig. Soweit kein Problem!
Dann kommt Papa, übernimmt den Windelwechsel, damit Mama mal Ruhe hat - und sie steht daneben und kommentiert. Nun gibt es natürlich zwei Sorten Kommentar. Da ist der konstruktive Kommentar: Man gibt dem Papa ein paar Tipps, um ihm die Arbeit zu erleichtern - Dinge, die man selbst erst im Laufe der Zeit sich angeeignet hat. Schließlich ist noch kein Wickelmeister vom Himmel gefallen. Und dann gibt's das Mosern. Papa lässt beispielsweise die Feuchttücher weg und nimmt dafür mehr Öl. Oder er cremt den kleinen Popo schon beim kleinsten Anflug von Röte ein, bei dem Mama noch nicht mal mit der Wimper zuckt. Oder, oder, oder ... Dem Kind schadet's normalerweise nicht, es fühlt sich pudelwohl, aber Mamas Mosern verunsichert den Papa total. Und wenn Mama viel Pech hat, führt das Ganze irgendwann bei Papa zur Verweigerungshaltung.
Wichtige Erkenntnis: Bloß weil Papa es anders macht, macht er es nicht zwangsläufig falsch - auch wenn Mama das oft denkt. Ich neige zugegebenermaßen auch dazu - und hinterher tut es mir leid. Daher hier mal eine ganz offizielle Entschuldigung; Unser Würmchen hat einen tollen Papa, der sich super um den Kleinen kümmert! Es tut mir leid, wenn ich immer den Klugscheißer raushängen lasse!
Das zum familiären Alltag. Aber es gibt nicht nur den, sondern auch noch - Familienzeitschriften. Sicherlich zollen auch diese Familienzeitschriften den oben genannten Tatsachen, die die Mama zur wichtigsten Bezugsperson machen, Tribut. Und sicherlich sind sie nicht alle gleich - ich spreche nur von einer nicht repräsentativen Auswahl von kostenlosen Zeitschriften, Freiexemplaren etc. Eine wissenschaftlich fundierte Inhaltsanalyse habe ich auch nicht vorgenommen. Hier also nur mein subjektiver Eindruck: Die meisten Artikel - inklusive Bilder - zielen auf Mütter ab. Immer wieder wird davon gesprochen, was Mama fürs Baby tun kann (z. B. den ersten Brei kochen - dabei ist nicht nur bei uns Papa der bessere Koch und wird wohl kaum an Karottenbrei scheitern!). Und die Väter? Die kommen selten zu Wort: Ab und zu darf ein Vater mal einen Kommentar abgeben oder eine Kolumne schreiben. In den Kolumnen wird oft darauf abgezielt, was der Papa alles falsch gemacht hat oder falsch macht, sodass Mama heldenhaft einschreiten muss, um Baby und Familienfrieden zu retten. Man stelle sich das mal andersherum vor. Gibt es so was? Und gibt es - so wie es neben den Familienzeitschriften auch spezielle Mama-Zeitschriften gibt - Zeitschriften speziell für Väter?
Liebe Väter, lasst euch nicht verunsichern! Ihr seid genauso wichtig für euer Kind wie seine Mutter! Und ihr könnt genauso viel (außer Stillen, aber das ist definitiv nicht euer Fehler)!
Sonntag, 12. August 2012
Das erste Mal
Letzten Mittwoch gab es eine Premiere: Wir waren im Kino - das erste Mal, seitdem das Würmchen auf der Welt ist. Tolles Gefühl! Wir hatten viel Spaß, haben viel gelacht und waren insgesamt sehr entspannt, weil wir wussten, dass das Würmchen in besten Händen ist - meine Schwester war ein toller Babysitter (an dieser Stelle nochmals vielen lieben Dank dafür!). Und obwohl ich immer wieder mein Handy kontrolliert habe, war es schön, sich dann wieder in Ruhe zurücklehnen zu können und weiterhin den Film zu genießen.
Gesehen haben wir das neueste Pixar-Werk: Merida. Sehr schöner Film. Aber der Reihe nach: Das Ganze begann wieder mit einem Pixar-Kurzfilm: La Luna. Sehr poetisch und stimmungsvoll - der kleine Junge mit seinen großen Augen hat mich dabei ganz besonders berührt. Ich musste an unser Würmchen denken und wie es wohl sein wird, wenn er die Welt entdeckt, Erfahrungen sammelt, Neues erlebt. Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass er dabei glücklich wird!
Der Hauptfilm: Merida. Ich habe viel gelacht, mich gefürchtet, mitgefiebert und Tränen der Rührung in den Augen gehabt. Ein meiner Meinung nach rundum gelungener Film, wenn auch für kleine Kinder an manchen Stellen zu gruselig. Aber ich würde ihn mir direkt noch einmal anschauen! Pixar hat es mal wieder geschafft, mich zu begeistern - wie auch schon mit Oben, Wall-E, Ratatouille und anderen. Stimmungsvolle Bilder, die einen fast vergessen lassen, dass sie am Computer entstanden sind, witzige Dialoge, liebevoll gezeichnete "Nebenrollen" - hat mir viel Spaß gemacht.
Und doch war es auch schön, wieder nach Hause zu kommen und ein friedlich schlafendes Würmchen vorzufinden - einer der schönsten Anblicke überhaupt, an dem ich mich einfach nicht sattsehen kann. Es gibt wohl kaum etwas Friedlicheres auf der Welt als ein schlafendes Baby.
Fazit: Wir freuen uns auf den nächsten Abend für uns alleine - und anschließend wieder aufs Heimkommen!
Gesehen haben wir das neueste Pixar-Werk: Merida. Sehr schöner Film. Aber der Reihe nach: Das Ganze begann wieder mit einem Pixar-Kurzfilm: La Luna. Sehr poetisch und stimmungsvoll - der kleine Junge mit seinen großen Augen hat mich dabei ganz besonders berührt. Ich musste an unser Würmchen denken und wie es wohl sein wird, wenn er die Welt entdeckt, Erfahrungen sammelt, Neues erlebt. Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass er dabei glücklich wird!
Der Hauptfilm: Merida. Ich habe viel gelacht, mich gefürchtet, mitgefiebert und Tränen der Rührung in den Augen gehabt. Ein meiner Meinung nach rundum gelungener Film, wenn auch für kleine Kinder an manchen Stellen zu gruselig. Aber ich würde ihn mir direkt noch einmal anschauen! Pixar hat es mal wieder geschafft, mich zu begeistern - wie auch schon mit Oben, Wall-E, Ratatouille und anderen. Stimmungsvolle Bilder, die einen fast vergessen lassen, dass sie am Computer entstanden sind, witzige Dialoge, liebevoll gezeichnete "Nebenrollen" - hat mir viel Spaß gemacht.
Und doch war es auch schön, wieder nach Hause zu kommen und ein friedlich schlafendes Würmchen vorzufinden - einer der schönsten Anblicke überhaupt, an dem ich mich einfach nicht sattsehen kann. Es gibt wohl kaum etwas Friedlicheres auf der Welt als ein schlafendes Baby.
Fazit: Wir freuen uns auf den nächsten Abend für uns alleine - und anschließend wieder aufs Heimkommen!
Donnerstag, 2. August 2012
Citius, altius, fortius
Heute geht's mal nicht ums Baby - heute geht es um etwas, das mir dank Baby und Austragungsort dieses Jahr relativ leicht gemacht wird: Ich kann richtig viele olympische Wettbewerbe schauen. Der Fernseher ist praktisch den ganzen Tag über an und wenn ich unterwegs bin, checke ich dank Smartphone immer wieder die Sportnachrichten. Dann interessieren mich auch Sportarten, die ich sonst nie auf dem Schirm habe, und ich finde es toll, Hintergrundinformationen zu den unterschiedlichsten Disziplinen und zu den Sportlern zu bekommen.
Ich liebe die Olympischen Spiele, vor allem die Sommerspiele. Normalerweise schaue ich selten bis nie Sport im Fernsehen - aber die ganz großen Ereignisse, die nur alle vier Jahre stattfinden - Fußball-WM, Fußball-EM und eben Olympische Spiele -, die finde ich einfach toll. Ich kenne die Kritikpunkte, vor allem bei den Olympischen Spielen: Kommerz, Politik, Doping, Bestechung, Einfluss der Medien auf die Auswahl der Sportarten etc. Aber ich bin ehrlich: Ich ignoriere das. Mir geht es um den Wettkampf, um die Menschen, um kleine Dramen und große Gesten. Ich freue mich über jede deutsche Medaille und leide mit jedem mit, der ganz knapp auf den vierten Platz kommt. Ich finde es großartig, wenn zwei Sportler sich fair abklatschen und sich gegenseitig gratulieren, ich könnte mitheulen, wenn jemand aus Enttäuschung weint, und ich bin gerührt, wenn Glückstränen fließen (da könnte ich auch mitheulen).
Meiner Meinung nach sind die Olympischen Spiele der ideale Ort für große Momente, die sich oft genug im Kleinen finden. Und diese Momente miterleben zu können - das ist es, weshalb ich so gerne die Spiele schaue.
Ich liebe die Olympischen Spiele, vor allem die Sommerspiele. Normalerweise schaue ich selten bis nie Sport im Fernsehen - aber die ganz großen Ereignisse, die nur alle vier Jahre stattfinden - Fußball-WM, Fußball-EM und eben Olympische Spiele -, die finde ich einfach toll. Ich kenne die Kritikpunkte, vor allem bei den Olympischen Spielen: Kommerz, Politik, Doping, Bestechung, Einfluss der Medien auf die Auswahl der Sportarten etc. Aber ich bin ehrlich: Ich ignoriere das. Mir geht es um den Wettkampf, um die Menschen, um kleine Dramen und große Gesten. Ich freue mich über jede deutsche Medaille und leide mit jedem mit, der ganz knapp auf den vierten Platz kommt. Ich finde es großartig, wenn zwei Sportler sich fair abklatschen und sich gegenseitig gratulieren, ich könnte mitheulen, wenn jemand aus Enttäuschung weint, und ich bin gerührt, wenn Glückstränen fließen (da könnte ich auch mitheulen).
Meiner Meinung nach sind die Olympischen Spiele der ideale Ort für große Momente, die sich oft genug im Kleinen finden. Und diese Momente miterleben zu können - das ist es, weshalb ich so gerne die Spiele schaue.
Mittwoch, 18. Juli 2012
Still, still, still
Ja, auch ich möchte - wie viele andere Blogs von Müttern - einmal auf das Stillen eingehen. Anlass: Ich habe gerade in der WDR-Mediathek eine Dokumentation über das Langzeitstillen gesehen. Die Doku war zugegebenermaßen tendenziös negativ. Aber selbst eine überaus positive Darstellung des Langzeitstillens hätte mich wahrscheinlich nicht davon überzeugt, den Kleinen bis ins Kindergartenalter hinein zu stillen. Wenn eine Mutter so lange stillen will, ist das ihre Sache. Das Gleiche
gilt aber auch für Frauen, die lieber die Flasche geben. Das muss jede Mutter für
sich entscheiden. Ich halte nichts vom dogmatischen Verfechten des Stillens.
Nicht falsch verstehen: Ich stille gerne. Den Kleinen an der Brust zu haben, ist ein großartiges Gefühl der Verbundenheit, der Innigkeit, der Nähe. Ich bin froh, dass das Stillen problemlos funktioniert und dass ich genug Milch habe, um den Kleinen satt zu bekommen. Ich habe da wirklich Glück mit ihm - ich kann im Großen und Ganzen essen, was ich möchte, ohne dass er auffallend viele Bauchschmerzen oder einen wunden Popo hat. Er trinkt gut, kräftig und schnell, sodass wir nicht ewig für eine Mahlzeit brauchen. Traumhaft!
Und doch weiß ich, dass irgendwann Schluss damit sein wird - und zwar endgültig, ohne Kompromisse und Ausnahmen. Ich weiß noch nicht, wann der Zeitpunkt gekommen ist, aber eines weiß ich: Die Vorstellung, den Kleinen noch zu stillen, wenn er die Brust verbal fordern oder selbstständig "auspacken" kann, finde ich mehr als unangenehm. Auch die damit verbundene Abhängigkeit - auf beiden Seiten! - halte ich für bedenklich. Außerdem will ich irgendwann nicht mehr nur "Milchbar" sein, sondern auch wieder Frau, will selbst über meinen Körper bestimmen, arbeiten und ausgehen, wie es mir (und dem Babysitter) passt.
Ich glaube nicht, dass eine Mutter, die so oder ähnlich auch mal an sich denkt, egoistisch ist. Im Gegenteil, meiner Meinung nach hilft es, entspannt und ausgeglichen zu sein. Und das ist, zusammen mit Nähe und Vertrauen, für ein Kind sicher genauso wichtig wie Muttermilch - wenn nicht sogar noch wichtiger!
Nicht falsch verstehen: Ich stille gerne. Den Kleinen an der Brust zu haben, ist ein großartiges Gefühl der Verbundenheit, der Innigkeit, der Nähe. Ich bin froh, dass das Stillen problemlos funktioniert und dass ich genug Milch habe, um den Kleinen satt zu bekommen. Ich habe da wirklich Glück mit ihm - ich kann im Großen und Ganzen essen, was ich möchte, ohne dass er auffallend viele Bauchschmerzen oder einen wunden Popo hat. Er trinkt gut, kräftig und schnell, sodass wir nicht ewig für eine Mahlzeit brauchen. Traumhaft!
Und doch weiß ich, dass irgendwann Schluss damit sein wird - und zwar endgültig, ohne Kompromisse und Ausnahmen. Ich weiß noch nicht, wann der Zeitpunkt gekommen ist, aber eines weiß ich: Die Vorstellung, den Kleinen noch zu stillen, wenn er die Brust verbal fordern oder selbstständig "auspacken" kann, finde ich mehr als unangenehm. Auch die damit verbundene Abhängigkeit - auf beiden Seiten! - halte ich für bedenklich. Außerdem will ich irgendwann nicht mehr nur "Milchbar" sein, sondern auch wieder Frau, will selbst über meinen Körper bestimmen, arbeiten und ausgehen, wie es mir (und dem Babysitter) passt.
Ich glaube nicht, dass eine Mutter, die so oder ähnlich auch mal an sich denkt, egoistisch ist. Im Gegenteil, meiner Meinung nach hilft es, entspannt und ausgeglichen zu sein. Und das ist, zusammen mit Nähe und Vertrauen, für ein Kind sicher genauso wichtig wie Muttermilch - wenn nicht sogar noch wichtiger!
Mittwoch, 11. Juli 2012
Was fehlt?
Einfache Antwort: Nichts. Vielleicht ein wenig Schlaf, aber sonst?
Was mich am meisten wundert - und vielleicht ändert sich das ja noch, es sind ja erst viereinhalb Wochen rum: Die Arbeit fehlt mir nicht. Seit Ende meiner Ausbildung 1995 habe ich fast immer gearbeitet - entweder Vollzeit oder zumindest mal (während des Studiums) Teilzeit. Seit sechs Jahren bin ich selbstständig (wow - schon sechs Jahre!). Arbeit ist bislang ein elementarer Bestandteil meines Lebens und meines Selbstverständnisses gewesen. Und jetzt?
Mein Tagesablauf wird - wie schon im letzten Blogeintrag geschildert - voll und ganz von unserem Kleinen bestimmt. Gleichzeitig eröffnet die Elternzeit viele Möglichkeiten, Aktivitäten unter der Woche nachzugehen - Besuche bei der Familie, Spaziergänge bei schönem Wetter, ohne dauernd an den Schreibtisch zu denken, kleine Stadtbummel, ohne auf die Uhr und die Mails zu schauen etc. Und wenn der Kleine schläft, legt man sich auf's Sofa und schläft auch, liest mal wieder ein Buch oder schaut sich zum x-ten Mal die Lieblingsfilme auf DVD an. Auch freue ich mich schon riesig auf den Babymassagekurs, die Rückbildungsgymnastik, die Krabbelgruppe. Ich freue mich darauf, vielleicht bald auch ein wenig Zeit zum Kochen und vor allem zum Backen zu finden und - ganz wichtig - dem Kleinen dabei zuzusehen, wie er die Welt entdeckt und erobert.
Der Wunsch nach Rückkehr in den Beruf kommt noch früh genug!
Was mich am meisten wundert - und vielleicht ändert sich das ja noch, es sind ja erst viereinhalb Wochen rum: Die Arbeit fehlt mir nicht. Seit Ende meiner Ausbildung 1995 habe ich fast immer gearbeitet - entweder Vollzeit oder zumindest mal (während des Studiums) Teilzeit. Seit sechs Jahren bin ich selbstständig (wow - schon sechs Jahre!). Arbeit ist bislang ein elementarer Bestandteil meines Lebens und meines Selbstverständnisses gewesen. Und jetzt?
Mein Tagesablauf wird - wie schon im letzten Blogeintrag geschildert - voll und ganz von unserem Kleinen bestimmt. Gleichzeitig eröffnet die Elternzeit viele Möglichkeiten, Aktivitäten unter der Woche nachzugehen - Besuche bei der Familie, Spaziergänge bei schönem Wetter, ohne dauernd an den Schreibtisch zu denken, kleine Stadtbummel, ohne auf die Uhr und die Mails zu schauen etc. Und wenn der Kleine schläft, legt man sich auf's Sofa und schläft auch, liest mal wieder ein Buch oder schaut sich zum x-ten Mal die Lieblingsfilme auf DVD an. Auch freue ich mich schon riesig auf den Babymassagekurs, die Rückbildungsgymnastik, die Krabbelgruppe. Ich freue mich darauf, vielleicht bald auch ein wenig Zeit zum Kochen und vor allem zum Backen zu finden und - ganz wichtig - dem Kleinen dabei zuzusehen, wie er die Welt entdeckt und erobert.
Der Wunsch nach Rückkehr in den Beruf kommt noch früh genug!
Abonnieren
Posts (Atom)