Montag, 22. April 2013

Urlaubsvorbereitungen

Uff, schon wieder Mitte, fast Ende April und es hat sich nichts auf dem Blog getan. Mea culpa!

Jetzt fahre ich auch noch vier Wochen in Urlaub ... Und meine To-do-Liste wächst immer weiter, statt kürzer zu werden - ständig fällt mir was Neues ein, was ich unbedingt noch bis Mittwochabend erledigt haben will. Und da steht das Packen noch nicht mal mit drauf. Es fällt mir schwer genug, für mich alleine das Gepäck zu planen, da ich immer dazu neige, zu viel einzupacken. Und jetzt muss ich auch noch für das Würmchen planen ...

Chaos, dein Name ist Jezebel!

Donnerstag, 14. März 2013

Habemus Krippenplatz!

Es hat geklappt! Wir haben nicht nur einen Krippenplatz, wir haben sogar den Krippenplatz, den ich haben wollte! Ab 1. Juni geht unser Würmchen in die Krippe "Bunte Kleckse" und wird von da an einer von zehn kleinen blauen Klecksen sein, die in einer neu eingerichteten Gruppe anfangen. Er hat das heutige Informationstreffen schon einmal damit verbracht, eines der Spielzimmer zu begutachten (während die meisten anderen Kinder, die noch nicht laufen können, schön brav auf Mamas oder Papas Arm geblieben sind), und sich augenscheinlich wohlgefühlt.

Unser Kleiner wird groß! Der erste große Abnabelungsprozess steht bevor. Der Abschied vom Stillen fiel mir nicht allzu schwer - jetzt bin ich mal gespannt, wie es wird, wenn er tagsüber nicht mehr zu Hause ist. Noch habe ich zweieinhalb Monate Zeit, um mich an den Gedanken zu gewöhnen. Wer wird mehr leiden - er oder ich? Sicherlich wird mir besonders stark auffallen, dass er nicht da ist, wenn ich auf einmal wieder den Tag alleine in der Wohnung in meinem Arbeitszimmer verbringe.

Momentan freue ich mich darauf. Muss ich deswegen ein schlechtes Gewissen haben? Bin ich eine schlechte Mutter, die ihr noch viel zu kleines Kind abschiebt? Oder darf ich mich darüber freuen, dass unser Sohn gut untergebracht ist, andere Kinder um sich haben wird, gefordert und gefördert wird? Dass er neue Dinge lernt? Ich denke schon. Ich glaube, ich wäre eine schlechte Mutter, wenn ich ihn daheim behalten würde, obwohl es mich zu meinem Job zurückzieht. Es wird sich für uns beide viel ändern, aber wir werden hoffentlich beide zufrieden und ausgeglichen sein und am späten Nachmittag nach dem Abholen genug Zeit für uns finden, die nur uns gehört. Ich werde vieles neu organisieren, mein Job wird sicherlich anders laufen als bisher, aber das lässt sich in aller Ruhe planen. Ich habe ein sehr gutes Gefühl bei dem Ganzen - also sollte ich mich nicht irritieren, nicht aus dem Konzept bringen lassen - und mir vor allem kein schlechtes Gewissen einreden lassen!

Donnerstag, 7. März 2013

Nachts im Krankenhaus - ein Nachtrag

Nein, es ist nicht Nacht und ich bin auch nicht im Krankenhaus. Aber ich war im Krankenhaus - und zwar ungeplant aufgrund von Komplikationen nach einer geplanten OP -, ich habe manche nächtliche Stunde wach gelegen und mir sind einige Gedanken durch den Kopf geschwirrt. Aufgrund mangelnder technischer Möglichkeiten konnte ich diese nicht direkt "zu Blog" bringen und nach dem Krankenhausaufenthalt gab es erst einmal Wichtigeres zu erledigen und aufzuarbeiten. Aber ich möchte ein wenig rekapitulieren.

Wie kam es überhaupt dazu? Nach einem Routineeingriff und drei Tagen Krankenhausaufenthalt bekam ich eine Woche nach Entlassung früh morgens fürchterliche Bauchschmerzen. Richtig fürchterlich. Die Wehen waren nichts dagegen - vor allem deshalb, weil es bei den Wehen eine funktionierende PDA gab, während diese Schmerzen nur mit Notarzthilfe so weit in den Griff zu kriegen waren, dass ich mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus transportiert werden konnte. Nach einem Vormittag in der Notaufnahme wurde ich dann stationär aufgenommen. Zwei Wochen lang.

Zwei Wochen Krankenhaus können sich ganz schön hinziehen, vor allem, wenn man Schmerzen hat und sich teilweise so schlecht fühlt, dass einen noch nicht mal der Besuch des Babys richtig aufmuntern kann. Davon abgesehen ist ein Krankenhaus auch nicht der ideale Ort für ein putzmunteres und sehr agiles Baby. Es hat mir in der Seele wehgetan, ihn nicht zu sehen oder ihn bei seinen Besuchen nicht so knuddeln zu können, wie ich wollte. Das hat mich manche Träne gekostet. Zum Glück wusste ich den Kleinen in guten Händen - vor allem beim weltbesten Papa, aber auch bei seiner Tante und seinen Großeltern, die sich alle rührend um ihn gekümmert haben. Ein dickes Dankeschön dafür!

Zwei Wochen Krankenhaus können sich ganz schön hinziehen, wenn man das Gefühl hat, dass die Untersuchungen nicht vorangehen und die Informationspolitik vonseiten der Ärzte eher zurückhaltend ist. So liegt man da und wartet auf das nächste Ergebnis, den nächsten Schritt, die nächste Untersuchung - und hat zwischendurch das Gefühl, eigentlich gar nicht so recht zu wissen, wie es weitergeht und wo genau eigentlich das Problem ist. Ich war zwischendurch richtig frustriert. Zum Glück bin ich nach einer Woche an eine wirklich tolle Oberärztin geraten, bei der ich mich sehr gut aufgehoben gefühlt habe und die mir das Vertrauen in die menschliche Seite der Ärzteschaft zurückgegeben hat. Bei ihr hatte ich das Gefühl, nicht nur ein Fall zu sein, sondern eine Patientin. Die Chemie stimmte - irgendwie schade, dass sich unsere Bekanntschaft auf den Krankenhausaufenthalt beschränkt hat und es keine privaten Berührungspunkte gibt.

Doch es gibt zum Glück auch ein paar Dinge, die zwei Wochen Krankenhaus erträglich werden lassen. Lieber Besuch, mitfühlende E-Mails und SMS, aufmunternde Anrufe. Nette, herzliche und ständig hilfsbereite Krankenschwestern. Und angenehme Zimmernachbarinnen - in einem Dreibettzimmer Glückssache. Wechselnde Besetzung - insgesamt sieben verschiedene Frauen von 17 bis 77. Unterschiedliche Charaktere, aber alle mehr oder weniger unkompliziert. Was mir - die ich bis zu dieser Geschichte noch nie im Krankenhaus war, von der Geburt des Würmchens mal abgesehen - aufgefallen ist, ist das, was man von den Menschen erfährt und von sich selbst preisgibt. Man hat an sich nichts miteinander zu tun, würde sich im Alltag wohl nie begegnen, aber man teilt sich ein Zimmer in einer (mehr oder weniger stark empfundenen) Ausnahmesituation. Streiflichter von Schicksalen blitzen auf, man erfährt Intimes, worüber man sich nie unterhalten würde. Im Nachhinein betrachtet ist es skurril, was man auf einmal von einem fremden Menschen weiß, aber im Krankenhaus erscheint es so selbstverständlich, über gewisse Dinge zu reden - mit den Ärzten, mit den Schwestern und dadurch indirekt mit den Zimmergenossinnen. Und auch im direkten Gespräch bestimmt die jeweilige Krankheit, das jeweilige medizinische Problem oft das Gespräch. Man bekommt mit, wenn jemand Schmerzen hat, wenn jemand weint, wenn jemand sein Schicksal verflucht. Dadurch baut man eine mehr oder weniger starke Beziehung zu jemandem auf, der eigentlich ein völlig Fremder ist. Und wenn man das Krankenhaus verlässt, bricht diese Beziehung einfach wieder ab. Umso mehr habe ich mich gefreut, über Facebook eine Nachricht von meiner liebsten Zimmergenossin zu erhalten und einen Kontakt herstellen zu können, der nun hoffentlich über das Krankenhaus hinausgeht.

Noch ein paar schnöde Erkenntnisse aus den zwei Wochen: Krankenhausbetten sind alles, nur nicht rückenfreundlich, intravenöse Ernährung stillt tatsächlich das Hungergefühl, Haferschleim mit Wasser ist eine fiese Pampe und die Werbefigur von Kentucky Fried Chicken heißt Colonel Sanders. Gute Nacht!

Dienstag, 22. Januar 2013

Die vielen ersten Male

Wenn mich jemand fragt, wann das Würmchen das erste Mal das oder das gemacht hat, muss ich meistens passen. Ich weiß es nicht und ich habe es mir nicht aufgeschrieben. Es gibt ein paar Dinge, bei denen weiß ich ungefähr, wann sie waren, aber sonst ...

Ist ja eigentlich auch egal. In den letzten siebeneinhalb Monaten gab es so viele erste Male, die ich bewusst und mit viel Freude erlebt habe, ohne den Kalender zu zücken und sie einzutragen. Und ich erfreue mich an diesen Dingen auch jetzt noch genauso wie am Anfang!

Das erste Lächeln war unfassbar schön, aber sein Lächeln morgens, wenn ich ihn aus dem Bettchen hole, oder sein Lachen, wenn man mit ihm knuddelt und spielt, sind genauso unfassbar schön. Wann er das erste Mal durchgeschlafen, sich auf den Bauch gedreht oder alleine hingesetzt hat, kann ich ungefähr sagen, aber wozu brauche ich diese Info? Um Vergleiche mit anderen Babys anstellen zu können? Was habe ich von solchen Vergleichen? Solange das Kind nicht auffallend in der Entwicklung hinterherhängt, muss ich mir doch keine Sorgen machen, oder?

Einen kleinen Überblick über Fähigkeiten und Vorlieben kann ich mir jetzt aber doch nicht verkneifen - weil ich so stolz auf unser kleines Würmchen bin und mich freue, freue, freue!

Unser Würmchen
  • lächelt und lacht
  • schläft durch
  • rollt sich auf den Bauch und zurück auf den Rücken
  • robbt und krabbelt 
  • richtet sich im Kniestand an Stuhlbeinen etc. auf
  • sitzt selbstständig auf seinem kleinen Windelpopo
  • greift nach seinen Spielsachen und räumt mit Begeisterung die Altpapierkiste aus
  • streckt die Ärmchen aus, wenn es auf meinen Arm oder von meinem Arm zu jemand anderem möchte
  • hat zwei süße Mäusezähnchen unten und bald auch zwei süße Mäusezähnchen oben
  • futtert Brei wie ein Weltmeister und isst fast alles
  • brabbelt munter vor sich hin
  • beschäftigt sich auch mal alleine mit seinen Spielsachen, sodass ich in Ruhe was erledigen kann
  • freut sich über andere Menschen 
  • ist neugierig
  • und, und, und ... 

Klar, es gab auch unangenehme erste Male - die erste Erkältung, das erste Fieber -, aber die muss ich mir ja nicht merken!

Kurz und gut: Auch wenn der Kleine mal einen schlechten Tag hat, weint und knatscht, ist und bleibt er ein "Superbebbe". Und wir werden noch viele erste Male erleben - die ersten Schritte, das erste Wort, die erste Kinderfreundschaft ... Wird spannend werden, da bin ich mir sicher!

Montag, 31. Dezember 2012

Jahresrückblick?

Heute ist Silvester. Also sollte es jetzt mal einen ordentlichen Jahresrückblick geben. Problem: Es ist so viel passiert und es müsste so viel erzählt und aufgelistet und beschrieben werden - da säße ich bis ins nächste Jahr hinein vermutlich dran.

Nur ein paar Dinge:

Eigentlich müsste es zwei Rückblicke geben - erste Jahreshälfte mit Kugelbauch, zweite Jahreshälfte mit Würmchen. Die erste Jahreshälfte ist aber schon so weit weg - das Würmchen war doch irgendwie schon immer da, oder? Jedenfalls kann ich es mir kaum mehr ohne vorstellen. Und so groß ist er schon geworden! Wenn man ihn mit dem kleinen, zarten Wesen vergleicht, das da am 8. Juni in unsere Arme gelegt wurde ... Jetzt krabbelt er, brabbelt er, hat zwei Zähnchen, speckige Beinchen, ein strahlendes Lächeln. Er ist ein so liebes, unkompliziertes, hübsches Kind! Jeden Tag könnte ich wieder weinen vor Glück. Dieses Gefühl ist kaum in Worte zu fassen.

Was hat dieses kleine Wunder mit mir gemacht? Ich bin sehr rührselig geworden. Gestern habe ich eine schnulzig-romantische Weihnachtsgeschichte nach der Hälfte des Buches beiseite gelegt - ich hatte Angst, beim unvermeidlichen Happy-End zu heulen.

Außerdem hat es meine schon immer schwankenden Gefühlswelt komplett auf den Kopf gestellt: Freude, Melancholie, Ungeduld, Ärger, Glücksgefühl - wofür ich früher wenige Tage gebraucht habe, brauche ich jetzt nur noch wenige Stunden. Nicht einfach, vor allem nicht für meinen Schatz. Ein großes Lob an ihn und seine Geduld mit mir!

Ansonsten bin ich manchmal doch erstaunt, wie gut ich das mit dem Muttersein hinbekomme. Das Kind ist fröhlich, gut genährt, sauber und ordentlich angezogen. Es spielt gerne, lacht viel, freut sich über andere Menschen, knuddelt und schmust gerne. So viel können wir also gar nicht falsch gemacht haben!

Es ist spät und ich bin müde. Sonst könnte ich noch so viel erzählen. Die vielen ersten Male ... Heute nicht mehr! Gute Nacht, schlaft gut und kommt gut ins neue Jahr!

Freitag, 14. Dezember 2012

Zur Krippe her kommet ...

Momentan besichtige ich ja einige Krippen. Jahreszeitbedingt denken ganz viele dabei an Maria, Josef und das Jesuskindlein. Leider ist das Ganze viel pragmatischer: Wir suchen einen Krippenplatz. Vollzeit arbeiten zu Hause mit einem kleinen Würmchen geht nicht - noch nicht mal jetzt, wo der Kleine noch nicht soooo mobil ist und tatsächlich in der Lage ist, auch mal alleine auf seiner Krabbeldecke (welch irreführendes Wort!) zu spielen. Am liebsten spielt er übrigens mit den Wäscheschildchen seiner Stofftiere. Gut, dass ich nicht alle abgeschnitten habe!

Zurück zum Thema. Ich höre das ja ganz oft: Du arbeitest zu Hause - ist doch prima für die Kinderbetreuung. Aber, wie ich schon mal geschrieben habe und wie ich immer wieder betone: Nein, ist es nicht. Also muss nächstes Jahr ein Krippenplatz her. Schließlich sind auch meine Kunden schon ungeduldig und fragen nach, wann denn nun endgültig mit meinem Wiedereinstieg zu rechnen ist. Das freut mich einerseits, setzt mich aber zusätzlich unter Druck: Was ist, wenn ich im Frühjahr keinen Platz finde? Wann reißt der Geduldsfaden, wie weit ist es noch bis zur agentursindividuellen Schmerzgrenze, auf wie viel Verständnis kann ich bauen?

Also suchen wir - erst mal in der näheren Umgebung. Das heißt in unserem Fall: möglichst rechte Rheinseite. Wer die Stadt hier kennt, weiß, wie viel Spaß es macht, sich morgens ins Auto zu werfen und über die chronisch verstopften Rheinbrücken quer durch die Stadt zu fahren. Das Verkehrschaos ist schon bei strahlendem Sonnenschein perfekt - wenn dann noch einer von der Höhe kommt und Schnee auf dem Autodach hat, bricht der Verkehr komplett zusammen. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich besichtige also Krippen, wo man mich lässt. Das bedeutet, dass mir zwei Krippen schon gesagt haben, dass ich erst mal nicht vorbeikommen muss, weil in absehbarer Zeit nix frei wird, sie sich umstrukturieren etc. Immerhin stehen wir inzwischen schon auf vier Wartelisten, die fünfte liegt hier, fast fertig ausgefüllt - und dabei wird's wohl nicht bleiben. Es stehen noch ein paar Telefonate mit Kindergärten aus, die noch nicht über Krippenplätze für Einjährige verfügen - aber vielleicht macht es der Rechtsanspruch nächstes Jahr ja möglich.

Momentan kann ich mir bei allen vier Krippen vorstellen, das Würmchen dort anzumelden. Jede hat ihre Vor- und Nachteile. Die einen haben toll strukturierte Tagesabläufe und schöne Innenräume, dafür ist das Freigelände etwas kleiner. Die anderen haben ein riesiges Freigelände, dafür ist der Tagesablauf laxer und weniger geordnet. In der einen gibt es einen Erzieher (und nicht nur Erzieherinnen), die anderen haben dafür mehrere Schlafräume für den Mittagsschlaf, sodass es nicht so unruhig ist. Die eine ist hier im Stadteil und hat direkt einen Kindergarten angeschlossen (sodass die Suche in zwei Jahren nicht wieder losgeht), die andere hat Vollwertküche. Die eine hat ein zweisprachiges Konzept, ist dafür aber auch extrem teuer (und trotzdem überfüllt - da konnte ich mich bislang noch nicht mal für die Warteliste anmelden). In der einen hatte ich direkt einen guten Draht zur Leiterin, in der anderen ist eine ehemalige Schulkameradin im Elternvorstand.

Auch wenn ich mir alle bislang besichtigten Krippen vorstellen kann, habe ich natürlich meine Prioritätenliste. Vielleicht hat der Elternvorstand ja ein Wörtchen mitzureden ...

Samstag, 8. Dezember 2012

Und was mach ich dann?

In letzter Zeit fällt mir auf, dass es von einigen Produkten Mädchen- und Jungenvarianten oder - wie im Fall der Ü-Eier - reine Mädchenvarianten gibt. Durch die ganzen Artikel und Diskussionen zu dem Thema bin ich auf eine kritische Frage gekommen, die ich mir als Mutter eines Jungen stellen sollte: Wie werde ich reagieren, wenn mein Sohn eine rosa Phase hat, wenn er sich an Karneval als Prinzessin verkleiden will, wenn er ein Kleidchen im Sommer anhaben möchte? Kann ich das akzeptieren? Versuche ich ihm zu erklären, dass das nix für Jungs ist? Und wie gehe ich dann mit dem Widerspruch um, dass Mädchen an Karneval als Cowboy gehen und Hosen tragen dürfen, ohne dass sich jemand darüber aufregt? Mädchen dürfen handfest sein - Jungs aber nicht weich?

Ich muss selbstkritisch zugeben, dass ich wohl in den meisten Fällen nicht den Mut haben werde, gegen Konventionen und schräge Blicke anzugehen. Ich rechtfertige mich schon viel zu oft im Leben für weniger dramatische Dinge. Den Konflikt um eine kleine männliche Karnevalsprinzessin, der schon alleine innerhalb der Familie ausbrechen würde (von Außenstehenden mit ihren dummen Bemerkungen ganz zu schweigen) - ich glaube nicht, dass ich den ausfechten kann. Der Spruch "Das ist nix für Jungs" wird also wohl Bestandteil meines Mutterdaseins werden. Ich glaube, ich habe kein Problem damit, meinem Kleinen eine Puppe zu kaufen, wenn er denn eine möchte. Ich fand es super, dass in der einen Krippe, die ich mir angeschaut habe (noch so ein Thema), nicht von einer Puppen-, sondern von einer Rollenspielecke die Rede war. Auch ein rosa Kuscheltier oder ein pinkfarbenes T-Shirt - das kriege ich noch hin. Aber sonst?

Vielleicht mache ich mir auch viel zu viel Kopf darum. Vielleicht will mein Kleiner auch keine Prinzessinnenkostüm. Und wenn doch? Dann findet sich sicherlich keins in seiner Größe ...